Griechische Inseln

Kos-Stadt

Die Hauptstadt der griechischen Insel Kos ist die gleichnamige Stadt. Fast 20.000 Menschen leben hier und die Stadt ist sowohl wirtschaftliches als auch kulturelles Zentrum des langgezogenen Eilands in der südöstlichen Ägäis. In der Regel wird der Hauptort einer Insel von den Griechen Chora, also Dorf,  genannt. Ich werde in diesem Artikel für die bessere Lesbarkeit aus Kos-Stadt Chora machen. 

Besucht man Kos, sollte man unbedingt auch einen Abstecher nach Chora machen, denn die Inselhauptstadt hat viel zu bieten, womit man sich mindestens einen Tag vertreiben kann. Chora ist im Nordosten der Insel gelegen und erstreckt sich in einer langgezogenen Bucht, wo es auch schöne Badestrände gibt.

Der Hafen von Chora ist gut geschützt und hier legen Fähren unter anderem nach Rhodos, Kalimnos oder auch Bodrum in der Türkei ab, sodass im Hafen immer lebendiges Treiben herrscht. Neben den Fähren schaukeln im Mandraki-Hafen auch Ausflugsschiffe und Fischerboote auf den kleinen Wellen und vermitteln damit ein pittoreskes und malerisches Flair, das von den Palmen, die im Wind rauschen, untermalt wird.

So flanieren hier viele Urlauber, genießen die Atmosphäre und gönnen sich eine Erfrischung in den Cafés, Tavernen und Bars um den Hafen.
Will man seinen Stadtbummel ausdehnen, bietet es sich an, die Altstadt mit ihren Gassen zu erkunden. Der langgezogene Bereich erwacht meist erst am späten Nachmittag und Abend zu seinem vollen Leben und Läden und Restaurants bleiben meist bis weit in die Nacht geöffnet.

In Kos-Stadt gibt es einige Hotels, unter anderem direkt am Hafen oder in der Altstadt. Auch wenn man nur bummeln gehen will, kommt man um die Sehenswürdigkeiten von Chora nicht herum, denn sie liegen bequem am Weg.

Die Platane des Hippokrates

Kos Stadt Agora Kos Stadt Agora - © Alterfalter / Fotolia.comEindrucksvoll bewacht die Platane des Hippokrates den Eingang zur Altstadt. Der mächtige Baum, dessen Alter allerdings erst auf etwa 500 Jahre geschätzt wird, soll angeblich von Hippokrates selbst gepflanzt worden sein, da er in ihrem Schatten seine Schüler unterrichtete. Die altehrwürdige Platane wird heute mit Stützen geschützt und steht außerdem unter Naturschutz – vermutlich ist sie aber ein Ableger des originalen Baums. Eindrucksvoll ist sie trotzdem und eine lebendige Verbindung zur Antike.

Später soll das gleiche schattige Plätzchen von Paulus zur Missionierung genutzt worden sein. Auch die osmanischen Bewohner wussten den Ort zu schätzen, denn sie errichteten hier ein charakteristisches Brunnenhaus.

Die Agora

Will man den Spaziergang durch die Jahrtausende fortsetzen, kann man dies ganz einfach tun, indem man die zahlreichen Ausgrabungsstätten besichtigt, die das Leben der alten Griechen wieder auferstehen lassen. Neben Kreta befand sich auf Kos die bedeutendste minoische Siedlung, die bei einem Erdbeben von 1933 freigelegt wurden.

Seitdem sind die Ausgrabungen im Gange und man hat dabei die Agora, das Gymnaseon und das Asklepieion, ein antikes Heiligtum des Asklepios, freigelegt. Sollte ein seltener Regenschauer aufziehen, kann man währenddessen das archäologische Museum mit den bedeutendsten Funden aus den Grabungsstätten besichtigen.

Die Burg Neratzia

Wandert man weiter zum Hafen, fällt die eindrucksvolle Festung Neratzia auf, die trutzig über den Hafeneingang wacht. Sie wurde im ausgehenden Mittelalter von den Johannitern errichtet und sollte vor den Osmanen schützen. Zu ihrem Bau wurden Steine aus den antiken Stätten benutzt.

Kos Stadt Polizeistation Kos Stadt Polizeistation - © Marcel Schauer / Fotolia.comHeute kann die Festung besichtigt werden und man kann sich einen guten Eindruck von der typischen Baukunst des 14. Jahrhunderts machen. Nördlich von dieser Festung schließt sich der mehr kommerzielle Fährhafen an und wandert man von dort aus weiter, hat man nach kurzer Zeit die Strände erreicht.

Nach so viel geschichtlichen Rundgängen sorgen diese für wohltuende Entspannung: Chora verfügt Richtung Norden über einen äußerst populären Strand, an dem sich gerade im Sommer scheinbar alle Einwohner Kos‘ und die Touristen tummeln. Hier kann man Liegen mieten, Tretboot fahren, sein Glück beim Paragliden, Wasserski und Surfen versuchen oder sonstigen Wassersportaktivitäten nachgehen.

Für eine Erfrischung gibt es kleine Strandbars direkt auf dem Sand. Je weiter man sich vom Stadtzentrum entfernt, desto ruhiger wird es am Strand. Der sich anschließende Lambi-Strand ist schon weniger gut besucht und der kleine Strand, der teilweise über Kies verfügt, ist zwar nicht so angenehm für die empfindlichen Füße, aber daher auch weniger gut besucht. Von Chora aus kann man problemlos die Insel mit dem Bus erkunden.

Chora hat einen zentralen Omnibusbahnhof, der Verbindungen unter anderem nach Mastichari oder Tigaki anbieten, sodass man nicht unbedingt auf ein Auto angewiesen ist. Auch Fahrräder kann man vor Ort mieten, denn Chora ist, wie die ganze Insel, sehr fahrradfreundlich.

Wen der Hunger plagt, der kann sich noch ein bisschen mehr Appetit in der Markthalle holen und danach in einem der zahlreichen Restaurants oder in einer gemütlichen Taverne einkehren. Hier kommen frischer Fisch, Meeresfrüchte, aber auch andere griechische Spezialitäten wie gefüllte Weinblätter oder Lamm auf den Tisch.

Hat man nach dem obligatorischen Ouzo zur Verdauung noch Lust, um die Häuser zu ziehen, sollte man zur sogenannten Bar Street in der Nähe des Hafens gehen. Hier haben sich Bars, Diskotheken und Clubs angesiedelt, die die Nacht recht lange zum Tag machen und wo das feierwütige Volk von Kos-Stadt auf seine Kosten kommt. 

Mit TUI nach Kos-Stadt. Weitere Angebote, auch anderer Veranstalter, zur Insel Kos findest du unter Deine Reise im oberen Menü.

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