Griechische Inseln

Fira

Wenn du Santorin mit dem Schiff erreichst, kommst du meistens durch die Caldera. Wenn dann der erste Blick auf Fira fällt, wie es sich in einer Höhe von 300 m an den Kraterrand krallt, ist das ein Eindruck, den man nicht wieder vergisst.

Von hier aus sieht man neben Fira auch die Orte Firostefani, Imerovigli und Oia, die es dem Hauptort gleich tun und sich wie gemalt direkt an den Kraterrand klammern.

Fira auf Santorin
Fira - (©Fotolia@Papadimitriou)

Nachdem das Schiff Anker geworfen hat und die Passagiere im Hafen Skala gelandet sind, stellt sich die Frage, wie komme ich nach oben. Das am häufigsten von den Touristen genutzte Transportmittel ist der Esel. Man kann heute allerdings auch mit einem Bus oder der Seilbahn den Höhenunterschied überwinden. Für ganz sportliche geht es auch zu Fuß. Es sind nur 700 Stufen, die steil noch oben führen.

Fira ist das Zentrum des Tourismus auf Santorin. Egal, ob die in Kamari, Perissa, Pyrgos oder einem anderen Ort auf der Insel wohnst, Fira wirst du immer sehen wollen. Glücklich ist, wer in Fira ein schönes Zimmer, am besten mit Aussicht, ergattern konnte.

Das schlägt sich natürlich auch in den Preisen nieder. Santorin ist teuer, aber Fira übertrifft alle anderen Orte der Insel. Man kann sagen, das der Preis mit der Entfernung vom Kraterrand fällt, gleichzeitig steigt aber die Qualität.

Die malerischen Gassen, die so eng und verwinkelt sind, dass es hier keine Autos gibt. Auch die weißen Häuser sind teilweise so verwinkelt, dass ein Durchkommen schwer wird. Alles ist voller Leben, Shops und Boutiquen. Zahlreiche Restaurants Bars und Kaffee’s zum Verweilen findet man in den Gassen.

Als Inselhauptstadt und mit diesem Touristenansturm hat der früher beschauliche Ort einiges an Idylle eingebüßt. Aber dass ist das Los für den Erfolg im Tourismus. Geblieben ist Fira die Traumlage am Kraterrand mit dem atemberaubenden Blick.

Am schönsten ist Fira natürlich am Rand, wo man den Blick in den Krater frei hat. Hier sind die Cafe’s und Restaurants immer voll und das Preisniveau ist noch etwas höher als in den Gassen. Aber die Aussicht entschädigt. Direkt am Kraterrand, gleich neben der katholischen Kathedrale, steht das Atlantis, Santorin’s ältestes Hotel.

Abends, wenn der Sonnenuntergang naht, sind in den Restaurants, Tavernen, Cafe’s und Bars und an der ganzen Promenade keine freien Plätze mehr zu bekommen. Es ist, als wenn sich die ganze Insel verabredet hat, hier den Sonnenuntergang zu beobachten.

Der Sonnenuntergang ist Kult. Das Licht der untergehenden Sonne taucht die Häuser in einen goldenen Glanz, das Meer wird Dunkel oder rötlich und die Inseln Thirassia und Kameni heben sich mit ihren dunklen Umrissen vom blutrot gefärbten Himmel ab. Wer das nicht erlebt hat, der hat nicht gelebt.

Sehenswertes in Fira

In Fira gibt es das archäologische Museum mit Funden aus dem alten Fíra, geometrischer, römischer und byzantinischer Zeit. Außerdem befindet sich hier das größere prähistorische Museum mit Funden aus Akrotíri. Die im venezianischen Stil erbaute Residenz der Familie Gizi ist einen Besuch wert.

In der Nähe der Seilbahnstation liegt die katholische Kathedrale mit dem Dominikanerinnen-Kloster. Im Megaro Gizi Museum werden Fotos aus der Zeit vor dem großen Erdbeben 1956 gezeigt sowie eine Sammlung alter Dokumente und Stiche aus der Sammlung des Inselbischofs.

Der Tourismus lässt die Orte am Kraterrand immer weiter wachsen. So sind die Grenzen zwischen Fira und den benachbarten Firostefani und Imerovigli fließend und nicht mehr genau auszumachen. Wer dem Trubel von Fira entfliehen will, kann nach Imerovigli oder Firostefani gehen, hier ist es noch etwas ruhiger. Man kann auch den Weg weiter bis nach Oia gehen und somit eine schöne Wanderung entlang des Kraterrandes machen.

 

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