Griechische Inseln

Zakynthos-Stadt

In Zakynthos-Stadt zeigt sich die Insel von ihrer schönsten Seite. Die Kinder spielen am Strand, die Tische der Restaurants stehen im Sand und bei Mezedes pflegen die Einheimischen die südländische Geselligkeit. Aber es ist nicht nur die griechische Lebensfreude, die die Inselhauptstadt so einzigartig macht.

Ein Abend in Zakynthos-Stadt

Zakynthos-Stadt Zakynthos-Stadt - © CCat82 / Fotolia.comSobald die Sonne hinter dem Hügel von Bochali verschwunden ist, füllen sich die Tavernen. Die Menschen genießen ein Glas Wein unter dem Feigenbaum und beobachten die beleuchteten Fischerboote, die in der blauschimmernden Bucht auf den Wellen tanzen. Ein Straßenmusiker spielt Bouzouki und die Tische sind überladen mit kulinarischen Spezialitäten.

Die Abendstimmung regte schon die Kreativität des Dichters Dionysios Solomos an, der auf der Insel geboren wurde. Er schrieb auf einem Hügel außerhalb der Stadt die griechische Nationalhymne.

Doch auch die Moderne hat längst Einzug gehalten. Es gibt Karaoke-Bars, in denen berauschende Cocktails serviert werden, ein Open-Air-Kino und auf dem Agiou-Markou-Platz werden Partys unter freiem Himmel gefeiert. Viele Urlauber fühlen sich von Zakynthos-Stadt magisch angezogen und unter Kennern spricht man nur noch von Zante-City. Diesen Beinamen bekam die Stadt zuerst von englischen Besuchern.

Museen in Zakynthos-Stadt

Zakynthos-Stadt Zakynthos-Stadt - © CCat82 / Fotolia.comKaum ein andere Inselhauptstadt in Europa bietet so eine Vielzahl an Museen wie Zakynthos. Zu den bekanntesten Museen zählt das Byzantinische Museum. Es wurde bereits 1960 eröffnet und bieten Besucher auf drei Etagen Einblicke in die byzantinische Kunst. Holzgeschnitzte Ikonen, wunderschöne Fresken und eine Ölgemäldesammlung sind zu bewundern.

Direkt am Markusplatz befindet sich das Museum von Solomos und Kalvos. Hier werden die Reliquien der beiden Inseldichter aufbewahrt. Besucher dürfen sich zudem auf eine Auswahl an Musikinstrumenten, kunsthandwerkliche Gegenstände wie Skulpturen und Töpferwaren und Waffen der adligen Familien Griechenlands freuen.

Die Rathausbibliothek ist zwar offiziell kein Museum, aber sie bewahrt viele historische Dinge der Insel auf. Der Ursprungsbau der Bibliothek wurde im Jahre 1628 errichtet, aber leider durch Feuer und Erdbeben zerstört. Einzigartige Dokumente, Urschriften der Inseldichter und viele Bilder konnten gerettet werden. Durch großzügige Spende der Insulaner wurde das Gebäude wieder aufgebaut, um die wertvollen Gegenstände zu erhalten

Drei Kilometer nördlich der Hauptstadt liegt das Marinemuseum Milanio. Es wurde von Anthony Miller gegründet und bietet eine faszinierende Sammlung über die maritime Geschichte der Insel. Auch Aquarelle über den Seeverkehr und Schiffsmodelle sind zu sehen.

Drei malerische Kirchen

Zakynthos Hafen Zakynthos Hafen - © Atropos Images / Fotolia.comDie einzige katholische Kirche der Insel punktet mit ihrer Einfachheit. Sie befindet sich direkt neben dem Museum von Solomos und Kalvos. Auf den ersten Blick erkennt man St. Markos nicht als Kirche, da sie im selben Baustil wie das Museum errichtet wurde. Der Besuch der Messe lohnt sich, da jede individuell gestaltet wird. Samstags und sonntags finden Messen in englischer Sprache statt.

Die Kirche St. Dionysios bestimmt das Stadtbild. Sie liegt direkt an der Küste und fällt mit ihrem hohen Glockenturm direkt ins Auge. Der hielt sogar dem Erdbeben von 1953 stand und die Nebengebäude wurden um ihn herum errichtet. Im Inneren entfaltet die Kirche ihre wahre Schönheit mit ungewöhnlich bunten Farben. Gestaltet wurden die Fresken von dem Maler Doxaras. Der Ziselierer Bafas gravierte den berühmten Reliquienschein des Heiligen Dionysios. Die Kirche ist am Abend ein beliebtes Fotomotiv, da der Glockenturm von zahlreichen Glühbirnen angestrahlt wird.

Sehenswert ist auch die Kirche St. Nikolaus am Solomos-Platz. Sie ist das einzige Gebäude im venezianischen Stil, das nach dem schweren Erdbeben von 1953 unbeschädigt und erhalten blieb. Es wurde mehrmals unter strengen Auflagen saniert. Ursprünglich stand die Kirche auf einer eigenen Insel, die über eine Brücke mit der Hauptstadt verbunden war. Über viele Jahrzehnte hinweg wurden die freien Flächen zugebaut bis die Stadt komplett mit der Kirche verbunden war.

Erstmalig erwähnt wurde St. Dionysios im 17.Jahrhundert. Das Hauptgebäude wurde im Renaissancestil erbaut und der Glockenturm ist der byzantinischen Epoche zugeordnet. Die liturgischen Ornamente des Heiligen Dionysios befinden sich im Inneren der Kirche. Dionysios galt auch als Beschützer der Insel.

Shoppingtour mit mediterranem Flair

Zakynthos-Stadt Gasse mit Tischen Zakynthos-Stadt Gasse mit Tischen - © vivooo / Shutterstock.comZakynthos-City ist ein Paradies zum Einkaufen. Entlang der verschlungen Gassen und Straßen findet man eine Vielzahl an kleinen Läden die meist regionale Produkte im Angebot haben. Kunsthandwerkliche Souvenirs und Alltagsgegenstände dominieren.

Die Stadt bis bekannt für die vielen Juweliere. Jedes Schmuckstück ist ein Unikat und wird noch in Handarbeit gefertigt. Ein Muss ist ein Besuch der Lederwarengeschäfte. Hier findet man Gürtel, Jacken und Taschen die natürlich gefärbt und aufwendig genäht sind.

Im Sommer wird die Stadt zu einem Markt. Dann stellen Händler am Straßenrand und auf den Bürgersteigen ihre Tische auf. Verkauft werden kulinarische Inselprodukte, bestickte Tischdecken, getöpferte Vasen und Schüsseln und handgeknüpfte Teppiche.

Die vielen Cafés laden zum Verweilen ein. Das mediterrane Flair ist überall zu spüren. Nach Sonnenuntergang füllen sich die Gassen mit Leben, die Straßenhändler breiten ihre Waren auf den Bürgersteigen aus, aus den Tavernen erklingt Musik, die Luft ist staubig und voller südländischer Düfte und vom Meer her weht eine leichte Brise.

Baden vor der Kulisse von Zakynthos-Stadt

Der einzige Stadtstrand von Zakynthos liegt nördlich des Hafens. Trotz der Hafennähe ist das Wasser kristallklar und extrem sauber. Der Strand ist größtenteils naturbelassen und schmal. Er zieht sich über viele Kilometer in Richtung Norden. Viele Besucher wandern am Strand entlang bis nach Krioneri, um in der von türkisfarbenem Wasser und steinigen Felsen umgeben Bucht zu baden.

In der Woche kann man am Stadtstrand auch tagsüber noch ein ruhiges Plätzchen finden. Am Abend wird der Strand zum Treffpunkt für junge Einheimische. Dann werden hier auch Partys gefeiert und Urlauber sind jederzeit willkommen.

An den Wochenenden ist der Strand in den Händen der Stadtbewohner. Es gibt Unterhaltungsmöglichkeiten und Animation. Entlang der Promenade gibt es einige Restaurants und Tavernen mit einer einladenden Außengastronomie. Hier können Besucher griechische Spezialitäten genießen und den traumhaften Meerblick gibt es gratis dazu.

In nördlicher Richtung entfaltet der Strand seine Ursprünglichkeit. Hier sorgen hochgewachsene Pinien und fächerartige Palmen für Schatten. In der Nähe des Hafens gibt es einen Spielplatz und mehrere Tennisplätze.

Kulinarische Leckerbissen in urigen Tavernen

Zakyntos-Stadt frischer Fisch Zakyntos-Stadt frischer Fisch - © Pav-Pro Photography Ltd / Shutterstock.comDie Tavernen und Restaurants in Zakynthos-Stadt locken mit lokalen und internationalen Spezialitäten. Das Angebot reicht vom indischen Curry über italienische Steinofenpizza bis hin zu inseltypischen Fisch- und Fleischgerichten. In den traditionellen Tavernen kommen nur heimische Gerichte auf die Speisekarte.

Besonders beliebt sind Fischgerichte aller Art. Der Fisch wird fangfrisch zubereitet und kommt direkt vom Kutter in die Pfanne. Meeresfrüchte werden in allen Variationen serviert.

Wie überall in Griechenland ist die Küche auf Vorspeisen ausgerichtet. Die Qualität des Restaurants erkennt man an der Vielzahl der Vorspeisen (Mezedes). Ein guter Koch verzichtet auf Hauptgerichte und bereitet lieber Vorspeisen zu. Besonders beliebt bei den Vorspeisen sind überbackene Langusten, Bauerngerichte aus Fleisch, die mit Rosinen aus Zakynthos verfeinert werden, Kartoffelbällchen und gebratene Garnelen.

Dazu gibt es regionalen Wein, dessen Reben auf der Insel wachsen und der dort gekeltert wird. Oliven werden zu allen Gerichten serviert und sind auch ein beliebter Snack zum Wein. Das hat gute Gründe, denn auf der Insel gibt es eine Vielzahl an Olivenbaumplantagen.

Die meisten Oliven werden zur Herstellung von Öl genutzt und ein kleiner Teil direkt von den Bauern oder erst von den Köchen zubereitet. Oliven, Olivenöl und Rosinen sind auch ein beliebtest Mitbringsel. Das Öl ist in Blechflaschen erhältlich und kann so sicher im Reisegepäck verstaut werden.

Zakynthos-Stadt und der Veranstaltungskalender

Nachtschwärmer und erlebnishungrige Urlauber kommen in Zakynthos-Stadt voll auf ihre Kosten. Der Veranstaltungskalender der Stadt ist vollgepackt mit Festen und kulturellen Ereignissen. Den ganzen Sommer über werden spontan Partys auf der Strandpromenade gefeiert und in den Tavernen getanzt.

In den inneren Gassen der Stadt liegen versteckte Viertel, die von Künstlern übervölkert sind. Die Galerien laden zur Vernissage und Autoren lesen exklusiv aus ihren Werken. Das ganze Jahr über gibt es Konzerte. Das Angebot reicht von klassischer Orchestermusik, über volkstümliche Heimatklänge bis hin zu modernem Rock.

Die Urlauber können die Veranstaltungsorte mit einem Stadt-Zug erreichen. Die Waggons werden von einem Traktor gezogen. Junge Leute treffen sich in den angesagten Clubs der Stadt. Hier werden Schaumpool-Partys gefeiert und Karaoke-Wettbewerbe ausgetragen.

Jeder Club bietet nochmal eigene Veranstaltungen, die weit über die Insel hinaus bekannt sind. Dazu zählen zum Beispiel die Bootpartys am Freitagabend und die Weißen Dienstage. Legendär sind auch Vollmond-Kneipentouren. Bei Vollmond zieht man mit einem Führer von Kneipe zu Kneipen und erfährt spannende Geschichten und Wissenswertes über die Inselhauptstadt.

 

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